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Efraim Habermann, der mit seiner Familie dem nationalsozialist-ischen Terror nur knapp entkam, hat sich Berlin in den Jahren nach seiner Rückkehr mit der Kamera „zurückerobert“. Dabei war sein Blick auf die Stadt und ihre Menschen weder von Ressentiments noch von Sentimentalität geprägt.
Ihn interessierte nicht das dokumentarische Abbild, sondern die ästhetische Komposition im Zusammenspiel von Stadt und Mensch. So entstanden Fotografien von großer formaler Strenge, Zurückhaltung und Stille. In seiner Arbeit gibt es keinen Zufall, alles ist arrangiert, zusammengehalten von einer durchdringenden Poesie.
Kurz vor seinem 80. Geburtstag zieht ein Grandseigneur der Berliner Fotografie mit diesem Buch die Bilanz seines Schaffens.
Pressestimmen:
„Ein beeindruckendes Werk. Stille Bilder, in denen Zeit verdichtet ist – der Betrachter spürt die Geschichtsträchtigkeit des Augenblicks.“ (Irmtraud Gutschke, Neues Deutschland, 15. März 2012)
„Der Fokus der gelungenen Schwarz-Weiß-Bandes liegt auf den toten Motiven der Stadt, die Habermann in ruhiger Schärfe eingefangen hat. Nur ab und zu erscheint ein Mensch zwischen Stein, Beton und Stahl und haucht den Szenen Leben ein.“ (Märkische Allgemeine Zeitung, 10. Dezember 2011)
„Habermann fotografierte Berlin, wie es kein anderer tat. Die großen Sehenswürdigkeiten der Stadt kommen bei ihm nicht vor. Auch die Zeichen der Großstadt nicht - das Menschengewimmel, Verkehrsgewühl, belebte Plätze oder Passagen. Habermann fängt die Momente ein, in denen die Stadtarchitektur ein Muster zeigt - Schattenspiele, Mauerstrukturen, Friese und Giebel, Spiegelungen im Wasser.“ (Ralf Julke, Leipziger Internetzeitung, 11. Oktober 2011)
Fotograf:
Efraim Habermann (geb. 1933 in Berlin), floh als Sechsjähriger mit seinen Eltern nach Palästina. 1957 kehrte er nach Berlin zurück,
arbeitete als technischer Zeichner und ab Mitte der 1960er Jahre auch als freiberuflicher Fotograf.







