Harald Hauswald

Goodbye Ostberlin

Fotografien 1986–1989


herausgegeben und mit einem Vorwort von Mathias Bertram

 

112 Seiten mit 89 ganzseitigen Farbfotografien
27 x 24 cm, gebunden, Fadenheftung, Schutzumschlag 

 
ISBN 978-3-95797-026-8

19,90 Euro (D) 20,90 Euro (A) 20,90 sFr

 

 

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Wer in den achtziger Jahren in Ostberlin lebte und staatsfernen Interessen nachging, traf unvermeidlich auch auf Harald Hauswald. Als Flaneur mit einer allzeit bereiten Kamera blickte er hinter die Kulissen eines müde und mürbe gewordenen Staates und entdeckte dabei immer wieder Szenen im alltäglichen Leben der Berliner mit einer überraschenden Mischung aus Heiterkeit und Melancholie.
Ab 1986 fotografierte Hauswald auch in Farbe, von westdeutschen Illustrierten großzügig ausgestattet mit hochwertigen Kodak-Filmen. So entstanden neben seinen klassisch gewordenen Schwarzweiß-Bildern nun auch Aufnahmen, die das »Abendlicht« über einer untergehenden Gesellschaft, aber auch den farbenfrohen Aufbruch einer jungen Generation festhielten, still, unspektakulär, aber von umso größerer Suggestivkraft.

 

Pressestimmen:

„Hauswalds Blick geht hinter die schön geredeten Kulissen. Die Tristesse des Einheitsgrau wird durch die Farbe noch deutlicher.“
(Heidrun Vogel, Wochenspiegel, 14. Januar 2017) 

„Hauswald avancierte nicht nur zum Chronisten eines bröckelnden Staates. Sondern auch zum Seismographen einer Atmosphäre, die sich in einer breiten Skala grau-brauner Farben spiegelt. Das Buch im bewährten Lehmstedt-Format präsentiert Motive aus der Endzeit der DDR – gefühlt ferne Geschichte in einem ganz eigenen Kolorit.“
(Hans-Michael Koetzle, Photo international, 2017, Nr. 1) 

„Es sind sanfte, menschenfreundliche Abgesänge auf ein allmählich zerbröselndes System, die Hauswald in der Endphase der DDR in Berliner Hinterhöfen, Straßen, auf Spiel- und Aufmarschplätzen zusammengetragen hat.“
(Ute Büsing, RBB-Inforadio, Quergelesen, 18. Dezember 2016) 

„Dass der für seine DDR-Fotobände berühmte Lehmstedt Verlag jetzt auch mal ein deutsch-deutsches Diptychon mit umgekehrter Chromatik herausgebracht hat, schwarzweiß der Westen, der Osten in Farbe, ist eine großartige Idee.“
(Bettina Hartz, Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung, 27. November 2016) 

„Harald Hauswald ist der Heinrich Zille mit der Kamera. Er fotografiert das real existierende Leben, schnörkellos, ohne Pathos, aber auch ohne Häme.“
(Lothar Heinke, Tagesspiegel, 13. Oktober 2016)  

„Eine ungeschönte und doch kunstvolle Chronik des Alltagslebens zur Endzeit der DDR.“ (Wiebke Hugen, SuperIllu, 6. Oktober 2016) 

„Ob Biotope des Widerstands oder Stadtlandschaften - Hauswalds Bilder würzt stets ein Schuss Ironie.“
(Janina Fleischer, Leipziger Volkszeitung, 1. Oktober 2016) 

„Harald Hauswalds Ostberliner Bilder zeichnen sich durch eine tiefe Sympathie für die von ihm Abgelichteten aus.“ (Wolfgang Blieffert, Hessische / Niedersächsische Allgemeine, 1. Oktober 2016) 

„Die DDR leuchtet in bunten Farben, was den Kontrast zu den maroden Fassaden nur noch deutlicher macht.“
(Cornelia Schmalenbach, Berliner Kurier, 29. September 2016) 

„Nostalgisch-melancholische Bilder, die ein längst verschwundenes Berlin bezeugen.“ (TIP Berlin, Nr. 20, 2016) 

„Hauswald hat den Blick fürs Komische, Kuriose, wenn er festhielt, wie kleine Leute ihren schweren, vertrackten Alltag heiter meisterten.“ (Ingeborg Ruthe, Berliner Zeitung, 27. September 2016) 

„Hauswalds Blick auf die Dinge scheint Oberflächen platzen zu lassen und die Geschichte dahinter freizulegen.“
(Irmtraud Gutschke, Neues Deutschland, 27. September 2016) 

„Hauswalds Bilder zeigen das Ost-Berlin der 1980er Jahre – und es war genau so lebendig wie der Westen. Mindestens!“
(Alexander Grützfeld, Die Zeit, 22. September 2016) 

 

Fotograf:
Harald Hauswald (geb. 1956) kam nach der Ausbildung zum Fotografen 1977 nach Berlin. Er arbeitete in verschiedenen Jobs und ab 1983 als Fotograf für die evangelische Stephanus-Stiftung. Seine Aufnahmen vom DDR-Alltag entstanden alle im Eigenauftrag bzw. ab 1986 auch für westliche Medien. 1989 gehörte er zu den Gründern der Agentur Ostkreuz. 1997 erhielt er das Bundesverdienstkreuz.









Fotos
  • Foto:(c) Harald Hauswald
  • Foto:(c) Harald Hauswald
  • Foto:(c) Harald Hauswald
  • Foto:(c) Harald Hauswald
  • Foto:(c) Harald Hauswald
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