Reimanns literarisches Werk steckt voller Überraschungen. Verstreut über die zahllosen Zeitschriften der
zwanziger Jahre erschienen, nehmen seine Texte immer wieder kritisch Stellung zu den Tendenzen der Zeit. Die
Ausgabe seiner Feuilletons versammelt einige der schönsten Feuilletons des Leipziger Essayisten, die ihn als
ebenbürtigen Zeitgenossen von Tucholsky und Polgar ausweisen. In ihnen attackiert er die Spießbürger, warnt
vor den Folgen der modernen Unterhaltungsindustrie, verteidigt die junge Republik gegen Monarchisten und Antisemiten,
zieht literarische Klassiker munter durch den Kakao und verschont auch sich selbst nicht mit Spott und Ironie.